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Jochen

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Out of control

Sobald eine Idee im Tanz entsteht, geht der natürliche Fluss von den im Moment passierenden Impulsen meist verloren.

Was braucht es, dass ein Tanz dynamisch und überraschend bleibt? Wie entstehen natürliche Impulse?
Wie gestalte ich einen vertrauensvollen Tanz, um voll und ganz im Moment zu sein?

In diesem WS explorieren wir z.B. in dem Spiel von Balance und Counter-Balance, wie in einem Tanz Dynamik und Rhythmik iniitiert werden und wie zwischen den TänzerInnen bewusst überraschende Elemente eingeladen werden können.
Mit dem Fokus auf das eigene Zentrum und dem Solo im Duett geben wir Raum. Ganz kraftvoll, verspielt, sanft, einfühlend, mitreisend, bis hin zu ringend, rangelnd, raufend und tobend die Spielfreude im Tanz genießen.

Pulsation von Ausdehnung und Zentrierung
Ein Grundprinzip wie Leben sich manifestiert, weiterentwickelt und verkörpert, insbesondere von der Zeugung bis zum 3 LJ, ist das Finden eines stimmigen Rhythmus zwischen einerseits Ausdehnung, Außenkontakt, dosiertem Austausch, Begegnung, Einatmung und andererseits Zentrierung, Innenkontakt, Integration, bei sich sein, Ausatmung usw.
Diese im Grunde biologischen Prinzipien, die wesentlich sind für die teils mehr, teils weniger integrierte Entwicklung von Körper, Charakter und Sein, kann man sehr leicht wiedererkennen beim Contact-Improvisation-Tanzen.
In diesem Workshop werden wir ein Stück erforschen, was in unserem Tanz passiert, wenn wir uns physisch und bewusst mit diesen inneren Rhythmen verbunden haben, sie im Tanz vielleicht vergessen oder verlieren und uns rückverbinden.
Was entsteht dann an Erlebnissen für TänzerInnen, die beispielsweise die Erfahrung kennen, sich im gemeinsamen Tanz rasch zu synchronisieren, auf bekannte Abläufe und Spielwiesen zu gehen, ein Abgrenzungsbedürfnis zu entwickeln, den Kontakt zum Tanz zu verlieren, wenn der Körperkontakt unterbricht, unsicher werden mit Nähe und Distanz  u.v.m.?

 

Mini Vita Jochen

Contact-Improvisation begleitet und verändert mein Leben seit fast 20 Jahren mit immer wieder neuen Schwerpunkten und Bezügen. Wenn ich einfach die beiden Worte Kontakt und Improvisation betrachte, stand in manchen Jahren die Improvisation mehr im Vordergrund, die Neugier dem authentischen Impuls zu folgen. Ich fand es bereichernd Inspirationen zu integrieren z.B. aus Action Theatre, ConTango, Wasser-Contactimpro u.a., damit die Neugier und Wachheit immer im Moment bleibt und sich überraschen lassen kann, von dem, was jetzt entsteht.  Aktuell steht etwas mehr im Fokus, den authentischen Kontakt zu verfeinern, zu meinem Gegenüber als TanzpartnerIn,  als komplexes Wesen und natürlich zu meiner Komplexität und zum Raum und übergeordneten Erlebnisräumen. Ich will nichts mehr ausschließen aus dem Tanz: Dosierung, Präsenz und Rhythmus statt Festlegung von Tanznormen und Grenzen.